Schreibwerksatt in Klasse 4 mit Herrn Schuker

schuker logo homepageDas Schreiben von Geschichten kann wirklich viel Spaß machen, wenn Abwechslung geboten ist und Kinder von Fachleuten wie dem Krimiautor Klaus Schuker besucht werden, der eine Schreibwerkstatt mit unseren Viertklässlern durchführte.

Bevor die Kinder ihre eigenen Geschichten schreiben konnten, erfolgte eine theoretische Einführung: Wie schreibe ich Geschichten so, dass sie wirklich spannend sind? Die Antwort auf diese Frage erarbeitete Herr Schuker mit den Schülerinnen und Schülern an einem Vormittag.

Die Kinder erfuhren: Geschichten werden lebendig, wenn ich einige Grundsätze beachte: Ein Held handelt aus positiven Gefühlen wie Liebe oder Hilfsbereitschaft. Der böse Gegenspieler handelt aus Rache, Neid oder Habsucht. Dabei dürfen in der wörtlichen Rede durchaus auch einmal Schimpfwörter vorkommen, wenn sie notwendig sind, wie Herr Schuker schmunzelnd erklärte. Die einzelnen Punkte wurden mit Beispielen sehr anschaulich verdeutlicht.

 

Danach folgte der praktische Teil der Schreibwerkstatt. Die Autorinnen und Autoren überlegten sich eine Geschichte und schrieben dazu ein Drehbuch. Bedingung: Von jedem Gruppenmitglied musste mindestens ein Vorschlag aufgenommen werden.

Einige Zeit später ging es dann ans Schreiben. Hier wurde den Kindern einiges abverlangt. Sie schrieben in Gruppen zu viert oder zu fünft jeweils eine Geschichte: So entstanden Krimis, Gruselgeschichten und eine Liebesgeschichte.

In dieser Arbeitsphase war Teamgeist gefragt: Jeder Satz musste besprochen und mit den Gruppenmitgliedern abgestimmt werden. Schwächere Aufsatzschreiber profitierten hier sehr von den stärkeren. Sie erfuhren, worauf es ankam und wie auch ihre Ideen Satz für Satz Gestalt annahmen. Genauso profitierten die Stärkeren: Sie konnten nicht einfach loslegen, sondern mussten sich auseinandersetzen, andere Ideen und Vorschläge gelten lassen, Standpunkte vertreten. Deshalb ist diese Form des Unterrichts durchaus als Art „Gewaltprävention“ zu sehen, da das Miteinander, das Eingehen aufeinander und das gegenseitige Zuhören ganz stark gefördert werden. Außerdem spielt Teamfähigkeit im Berufsleben eine immer größere Rolle und hier wurde diese Kompetenz in besonderem Maße geschult. Und das war nicht immer einfach!

Herr Schuker übernahm während dieser beiden intensiven Arbeitstage die Beratungsfunktion. Die einzelnen Gruppen bekamen Tipps, wie ihre Geschichten inhaltlich noch besser werden könnten. Dann kam die Phase der Überarbeitung, was konkret hieß: Alles noch einmal schreiben in verbesserter Form. Es war also wirklich viel Arbeit!

Anschließend tippten einige Kinder die Geschichten am PC, andere gestalteten ansprechende Plakate. Im Unterricht wurde das Vorlesen und die Präsentation geübt:

LLD: Laut- Langsam- Deutlich

Die Präsentation der Geschichten vor den Eltern am 06.11. bildete dann den krönenden Abschluss des Projekts. Jedes der 25 Kinder las einen Teil einer Geschichte vor großem Publikum vor. Dazu gehört schon eine Menge Mut! Mit begeistertem Applaus wurde die Arbeit unserer Autorinnen und Autoren dann auch gewürdigt.

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